Sprachliche Verdrehungen rund um das Thema Arbeitsmarkt

Analysehose aus, Melancholiehose an.

Die penetrantesten ideologischen Kuriositäten finden sich beim Reden über alles, was mit dem Arbeitsmarkt zu tun hat. Selbst gestandene Wirtschaftswissenschaftler_innen (aber auch sozen und dergleichen) stellen die Begrifflichkeiten auf den Kopf ohne dass ihnen irgendjemand widersprechen würde. Da  ist von  einem „Angebot an Arbeitsplätzen“ die Rede, das von „Arbeitssuchenden“ „nachgefragt“ werde. Das muss man sich mal vorstellen: die Seite, die gegen Geld etwas einkauft, nämlich Arbeitskraft, soll plötzlich etwas herzugeben haben.

Natürlich ist es genau andersrum: Die Arbeiter_innen bieten eine Ware an, die einzige, die Sie haben: Ihr Arbeitskraft. Und die Unternehmen sichen nach Arbeitskraft, die Sie vertwen können um damit mehr Geld zu machen als sie Lohn bezahlen. Letzteres ist die Grundbedingung des Einkaufs von Arbeitskraft, logicherweise. Wenn der Lohn die Produktivität der Arbeitskraft übersteigen würde oder ihr annähernd gleich wäre könnte man es ja auch lassen. Dann gäbe es keinen Profit. Das ist die simpelste, logische Sache. Trotzdem…

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