Warum ich zur Zeit selten was retweete

Heute morgen las ich einen Retweet mit dem Inhalt, dass auf Twitter faven ohne RT so viel bedeutete wie „Ich find das gut was du machst aber ich möchte nicht, dass du damit Erfolg hast“.

Ich erwiderte darauf hin so viel wie „Wenn ich in meiner sprunghaften* TL etwas RTe laufe ich Gefahr, ein ‚Ich möchte User xyz nicht in meiner TL‘ zu lesen zu bekommen.“

(*im Original nannte ich es ‚volatile‘, weil Englisch.)

Daraufhin wurde ich gefragt, ob ich möchte, dass mir nur „coole Leute“ folgen während ich in deren Augen „uncoole Leute“ promoten kann. Und kurz darauf noch über die Verwendung von „volatile“: Ob die Leute in meiner TL alle nur wankelmütig seien und keinen Grund für ihre Meinung hätten.

Die Antwort im Rahmen dieses Blogposts richtet sich nicht in erster Linie an die Person, die mich das gefragt hat. Das hier soll auch keine Rechtfertigung und keine Anklage oder sonst was sein. Es ist einfach nur ’ne Erklärung meines derzeitigen Verhaltens auf Twitter, für die, die es interessiert.

Nein, es geht mir nicht um „coole“ oder „uncoole“ Leute. Es geht mir um vergangene und laufende Streits oder kalten Krieg zwischen Leuten deren Ansichten und Empfindungen mir mittlerweile allesamt wichtig sind, und die im Ende in meinen Augen dasselbe wollen, aber unterschiedliche Ideen darüber haben, welche Bedingungen dafür die „eigentlich wesentlichen“ sind. Oder die sich gegenseitig meiner Wahrnehmung nach permanent darin missverstehen, welche angeblich alleingültigen Zusammenhänge die jeweils anderen behaupten oder nicht.

Und solche Streits können, so wie ich es empfinde, für die jeweils Beteiligten zerstörerischer oder einfach nur zeit- und energieraubender sein als jede Auseinandersetzung mit ‚echten‘ politischen GegnerInnen. Das führt nach gegenseitigen Verletzungen zu gegenseitigen Entfolgungen und zu gegenseitigen Erklärungen dass die jeweils anderen unmöglich sind und bitte nicht in die eigene TL sollen. Von da aus wird dann übergegangen zu Mutes und Blocks und was es noch alles geben mag.

Und da ich für mich keinen Weg sehe, so etwas auf Twitter zu lösen, lasse ich es auch nicht darauf ankommen, selber Diskussionen oder Listen darüber anzufangen zu müssen wer für wen als Person okay ist oder nicht, und wen ich RTen darf und wen nicht. Gleichzeitig lege ich eben auch keinen Wert darauf, von irgendwem entfolgt zu werden.

Ich hab eine längere Twitterpause gebraucht um dann nach meiner Rückkehr bislang diese Haltung einzunehmen. Vielleicht bin ich da auch einfach etwas sehr zartbesaitet oder mach es mir zu kompliziert. Wenn jemand da Tipps hat, gerne.

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2 Antworten zu Warum ich zur Zeit selten was retweete

  1. susanna14 schreibt:

    Ich will nicht das gleiche wie sanczny.

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